Sammlerin Carolin Scharpff-Striebich ist neue Kuratoriumsvorsitzende

Carolin Scharpff-Striebich übernimmt mit Wirkung zum 1. Dezember 2023 den Vorsitz des Kuratoriums der Peter und Irene Ludwig Stiftung. 

Sie folgt damit auf die langjährige Vorsitzende Isabel Pfeiffer-Poensgen, die im Juli 2023 aus dem Kuratorium ausgeschieden war. Carolin Scharpff-Striebich ist über die Kulturwelt hinaus bekannt als Publizistin und Sammlerin zeitgenössischer Kunst. Sie ist seit September 2023 Mitglied des Kuratoriums der Peter und Irene Ludwig Stiftung.

Carolin Scharpff-Striebich zu ihrer neuen Aufgabe als Kuratoriumsvorsitzende: Was mich besonders bewegt, ist die Mission, Kunstsammlungen der Öffentlichkeit zugänglich zu machen und in den zeitgenössischen Kontext einzubinden. Diese faszinierende Aufgabe stellt sich auch für das wertvolle kulturelle Erbe von Peter und Irene Ludwig. Meine Verbindung zu den Ludwigs: Wir teilen die Leidenschaft für Kunst, ähnliche Sammelinteressen und die damit verbundenen Herausforderungen.“

Dr. Carla Cugini, geschäftsführende Vorständin, zu der Benennung: Privates wie institutionelles Sammeln genauso wie der verantwortungsvolle Umgang mit dem Sammlungsbestand ist heute mehr denn je eine wichtige Aufgabe. Carolin Scharpff-Striebich zählt zu den Persönlichkeiten in der deutschen Sammlerszene, die ein Nachdenken im Umgang mit gesammelter Kunst angestoßen haben. Wir haben schon jetzt maßgebliche Impulse von ihr für die zukünftige Positionierung der Stiftung erhalten. Mit ihrer neuen Rolle werden wir von ihrer Weitsicht, ihrer Kompetenz und ihrem Engagement sehr profitieren.“

Zur Person:

Carolin Scharpff-Striebich wurde 1963 in Darmstadt geboren. Sie studierte Betriebswirtschaftslehre in Deutschland, Frankreich und in den USA und schloss 1988 ihr Studium ab. Ab 1989 war sie im Marketing von Imperial Chemical Industries tätig. Sie wechselte 1993 als Dozentin für Marketing an die Duale Hochschule Baden-Württemberg in Karlsruhe.

2004 übernahm sie die Leitung der Sammlung zeitgenössischer Kunst ihrer Eltern Rudolf und Ute Scharpff. Etwa zur gleichen Zeit begann sie selbst zu sammeln. Die Sammlung Scharpff-Striebich umfasst Malerei der Gegenwart und plastisch-installative Werke mit zeitkritischem Bezug. Mit einer jüngeren Generation von Künstlerinnen und Künstlern setzt Carolin Scharpff-Striebich ihre eigenen Schwerpunkte, internationalisiert und diversifiziert diese. 

Jüngstes Projekt war die Ausstellung Angespannte Zustände“ in der Staatsgalerie Stuttgart, in der im Jahr 2021 ihre Sammlung in Dialog mit der Sammlung zeitgenössischer Kunst der Staatsgalerie getreten ist. Zur Ausstellung ist ein Katalog erschienen. Schon 2008 entstand die innovative Idee eines offenen Depots“, in dem die Werke der Sammlungen zusammengefasst sind und ausgewählten öffentlichen Museen in Deutschland zur Verfügung gestellt werden. Neue Wege des Sammelns, auch generationenübergreifend, und die Kooperation der verschiedenen Player im Kunstbetrieb, wie Museen und Messen, Stiftungen und Institutionen sind Themen, die Carolin Scharpff-Striebich interessieren. Verantwortungsvolles Handeln auch im Zeichen von Nachhaltigkeit leiten ihre Aktivitäten.

Scharpff-Striebichist Vorsitzende der Rudolf und Uta Scharpff Stiftung für zeitgenössische Kunst sowie Vorsitzende des Freundeskreises des Kunstmuseums Bonn. Sie ist im Stiftungsrat der Kunsthalle Tübingen und in der Ankaufskommission der Tate Modern in London tätig. Zudem wirkt sie als Vorstandsmitglied des Kunstsammlervereins in Berlin und ist auch Mitglied des Kuratoriums der Staatsgalerie Stuttgart. Carolin Scharpff-Striebich hat die Bücher Let’s Talk Abstract“ (2018) und André Butzer. By Sammlung Scharpff“ (2019) herausgegeben und hält regelmäßig Vorträge über das Sammeln von Kunst. Sie lebt in Bonn und Berlin.

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