Kooperation mit der Neuen Nationalgalerie Berlin zugunsten der Sichtbarkeit von Kunst

Kunst der ehemaligen Sowjetunion aus der Sammlung Ludwig – Ludwig Forum für Internationale Kunst, Aachen, als Teil der Neupräsentation in der Neuen Nationalgalerie, Staatliche Museen zu Berlin

Drei bedeutende Gemälde der Sammlung Ludwig – Ludwig Forum für Internationale Kunst, Aachen, werden ab dem 17. November 2023 erstmals als Leihgaben in der Neuen Nationalgalerie in Berlin zu sehen sein. Es handelt sich um folgende Werke aus dem Sammlungsschwerpunkt Kunst der Sowjetunion zwischen 1960 und 1990:

Boris Nemenskij, Auf der namenlosen Höhe, 1961
Sarkis Muradjan, Meine Töchter, 1969
Jurij Korolev, Kosmonauten, 1982

Die Werke sind ab November Teil der neuen Sammlungspräsentation Zerreißprobe. Kunst zwischen Politik und Gesellschaft. 1945 – 2000. Sammlung der Nationalgalerie, die am 17. November 2023 eröffnet. Insgesamt wurden 12 Werke der Sammlung im Sinne eines collection sharing“ nach Berlin ausgeliehen. Möglich wurde diese Leihgabe durch eine Kooperation zwischen der Peter und Irene Ludwig Stiftung, dem Ludwig Forum für Internationale Kunst und der Neuen Nationalgalerie. Diese Kooperation ist in beide Richtungen gedacht – so soll auch das Ludwig Forum aus den Beständen der Neuen Nationalgalerie Werke ausleihen können — und zunächst auf 5 Jahre angelegt.

Der Kooperation vorangegangen war die Ausstellung The Cool and the Cold. Malerei der USA und der UdSSR 19601990. Sammlung Ludwig, die September 2021 – Januar 2022 im Gropius Bau in Berlin zu sehen war. Die Schau stellte US-amerikanische Pop Art der sowjetischen Kunst aus der Zeit des Kalten Krieges kritisch gegenüber. Mehr als 150 Werke aus der Sammlung Ludwig, die sich als Schenkungen oder Dauerleihgaben international in verschiedenen öffentlichen Museen befinden, wurden für diese Ausstellung zusammengebracht. Darunter zahlreiche Werke aus der Sowjetunion, die sich der zeitgenössischen ideologischen Bildsprache bedienen, sowie Werke der nicht-offiziellen Kunst. Ein Großteil dieses Sammlungsschwerpunktes befindet sich heute im Ludwig Forum für Internationale Kunst in Aachen.

Ich freue mich sehr, dass wir diese Kooperation eingehen konnten. Nichts ist sinnvoller, als dass man sich mit seinen Beständen gegenseitig hilft, um sie zu erweitern und zu aktualisieren,“ so Eva Birkenstock, Direktorin des Ludwig Forum für Internationale Kunst in Aachen.

Die Ausstellung The Cool and The Cold fand bewusst in Berlin, dem historischen Brennpunkt des Kalten Krieges, statt. Wir sind froh, dass damals parallel dazu die Idee für diese collection sharing“-Kooperation geboren wurde. Diese ermöglicht es nun, dass einige bedeutende Werke von Kunst aus der ehemaligen Sowjetunion sinnvoll die Sammlungspräsentation der Neuen Nationalgalerie ergänzen“, so Carla Cugini, geschäftsführende Vorständin der Peter und Irene Ludwig Stiftung.

Trotz der schwierigen Beziehungen zu Russland in der gegenwärtigen Lage wäre der Rückblick auf die Zeit nach 1945 ohne die Einbeziehung der Kunst aus der ehemaligen Sowjetunion unvollständig. Die drei ausgewählten Werke reflektieren verschiedene künstlerische Strategien dieser Zeit und ergänzen sehr gut die aus Ost- und Westbeständen zusammengewachsene Sammlung der Nationalgalerie.“
Joachim Jäger, Stellvertretender Direktor Neue Nationalgalerie

Damit erweitert sich das internationale Ludwig-Netzwerk um einen weiteren renommierten Kooperationspartner, zum ersten Mal im Rahmen eines collection sharing“. 

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