Die Sammlung Ludwig

Die Tausende von Objekten umfassende Sammlung Ludwig ist von Beginn an eine Gemeinschaftsleistung von Irene und Peter Ludwig. Sie stellt Einzelwerke höchster Qualität vor und setzt darüberhinaus Schwerpunkte in Form zusammenhängender Werkgruppen. Die Sammlung spannt den Bogen von Kunstwerken der griechischen Antike – von denen erstmals bereits 1968 eine Auswahl in Kassel ausgestellt wurde, des Mittelalters, aus der Zeit von Barock und Rokoko bis hin zu präkolumbischer Kunst, Kunst aus Afrika, China und Indien und zur zeitgenössischen Kunst mit der amerikanischen Pop Art und den Werken Pablo Picassos als glanzvollem Höhepunkt. Fayencen, Fliesen, Porzellane, islamische Keramik, Möbel und Kunstgewerbe bilden einen Sammlungsblock, dessen früheste Erwerbungen in die Studienzeit Irene und Peter Ludwigs zurückreichen. Ebenfalls sehr früh interessierten sich beide für präkolumbische Kunst und Kunst anderer außereuropäischer Kulturen - schon zu Beginn der 70er Jahre waren die Altamerikabestände der Sammlung Ludwig in umfangreichen Publikationen des Rautenstrauch Joest Museums, Köln, wissenschaftlich erfaßt worden.

 

Seit 1957 sammelte das Ehepaar Ludwig erklärtermaßen für die Öffentlichkeit, für Museen, um eben dort Lücken zu schließen. Das Jahr 1957 markiert damit den Beginn eines fortgesetzten Engagements zu Gunsten vieler Museen im In- und Ausland. In diesem Jahr erhielten das Suermondt-Museum in Aachen und das Kölner Schnütgen Museum die ersten Dauerleihgaben von Kunstwerken des Mittelalters.



Andy Warhol

Portrait Peter Ludwig, 1980

Museum Ludwig im Russischen Museum, Sankt Petersburg




Pablo Picasso

Plaque carrée avec un visage aux cheveux bouclés

um 1968/1969

Museum Ludwig, Köln

©Succession Picasso/VG Bild-Kunst, Bonn 2005