Ausstellung im Museum Haus Ludwig in Saarlouis
Zum zwanzigjährigen Bestehen seines Hauses hat sich das Museum Haus Ludwig in Saarlouis eine Ausstellung der besonderen Art einfallen lassen:
Es begab sich auf die Suche nach den Spuren der geheimen Kraft, die sich seit der Antike in der Kunst offenbart: das Sichtbarwerden von Gottheiten, Epiphanie genannt. Die bildhafte Darstellung von geheimen Mächten als Erscheinungen und Zeichen erwecken Emotionen, bewegen den Geist und führen zu Erschütterung, Bekehrung, Unterwerfung und verdeutlichen die Sehnsucht nach einem Leben nach dem Tod...
Die Bilder der griechischen Mythen offenbarten das wahre Geheimnis, bevor sie zum profanen Kunstgegenstand missbraucht wurden. Die ursprüngliche Ausdrucksstärke dieser Bilder kann in dieser Ausstellung neu entdeckt werden.
Das Museum Haus Ludwig hat Werke aus mehreren Jahrhunderten zusammengetragen, die diese ungewöhnliche Kraft besonders veranschaulichen, beginnend von antiken Vasen (aus dem Antikenmuseum Basel und Sammlung Ludwig), eigentlich Sakralgefäßen, deren Gebrauch als Reisebegleiter in die Welt der Toten oder als Trinkgefäße für rituelle Gastmähler vorgesehen waren, über Reproduktionsstiche von Raffael, Dürer und Rubens (aus dem Suermondt-Ludwig-Museum Aachen) und Lithografien von Daumier aus der „histoire ancienne“ (aus dem Olaf Gulbransson Museum Tegernsee)
bishin zu Radierungen von Picasso zum Mythenkreis des Minotaurus (aus dem Kunstmuseum Mühlheim und der Ludwig Galerie Schloss Oberhausen) und eine Filmcollage „Directors cut“ von „TROJA“ von Wolfgang Petersen.

